Blog - Wissenswertes über Natursteine
Willkommen in unserem Blog. Hier finden Sie wertvolle Informationen rund um Naturbaustoffe, Granit, Sandstein und deren Verarbeitung. Unsere Beiträge basieren auf vielen Jahren Erfahrung im Natursteinhandel und in der Herstellung.
Allgemeine Informationen zu Naturbaustoffen
Naturbaustoffe unterscheiden sich nicht nur in der Farbe, Struktur, Maßhaltigkeit und Oberflächenverarbeitung, sondern z.B. auch nach Druckfestigkeit, Rohdichte, Kapillarität, Verwitterungsbeständigkeit oder Eisengehalt.
Von der Optik her gibt es sehr viele schöne Granite oder Sandsteine - nicht jeder dieser Gesteine ist jedoch für eine Außenanlage geeignet
Die Anzahl und Tiefe der Poren bedingt deren Eigenschaft, Wasser und Schmutz aufzunehmen, die möglichst gering sein sollte. Je härter und dichter der Naturstein bzw. Granit oder Sandstein, desto geringer ist die Gefahr der Schäden. Diese Unterschiede beruhen hauptsächlich auf zwei Eigenschaften:
1. Kapillaritäten: Eigenschaft Wasser aufzunehmen: umso niedriger, umso besser
2. Druckfestigkeiten: Druck durch Belastung zu widerstehen: umso höher, umso besser
Was gut für Innenbereiche ist, muss nicht unbedingt gut für eine Außenanlage sein ...
Grundsätzlich gilt: Was gut für Innenbereiche ist, muss nicht unbedingt gut für eine Außenanlage sein. Bei Stufen, Platten und Pflastersteinen für Außenbereiche sind die „inneren Werte" besonders ausschlaggebend, da die Tragfähigkeit der späteren Beanspruchung durch z.B. Belastungen der Autos, die Wasseraufnahme und die Verwendung von Tausalz sowie Temperaturschwankungen über Jahrzehnte standhalten muss, ohne dass die Naturbaustoffe dabei stark verschmutzen oder sogar zerfallen. Fensterbänke, Tischplatten oder Bodenplatten aus einem Naturstein für Innenbereiche werden dem Wetterwechsel nicht ausgesetzt und werden durch Verkehrsbelastungen (Druck- oder Zugkräfte) nicht belastet.
Nicht jeder Granit oder Sandstein bleibt rostfrei, ist frostsicher, pflegeleicht und tausalzbeständig. Nicht jeder dieser Gesteine überlebt die tiefen Temperaturen im Winter, ohne Risse zu bekommen. Für manche Wiederverkäufer spielt das aber keine Rolle. Ein Granit oder Sandstein minderwertiger Qualität kann eine ähnliche Optik wie ein hochwertiger Naturstein haben, dennoch werden sich qualitative Unterschiede bemerkbar machen. Es ist nicht alles das Gleiche ...
In den Verkaufsverhandlungen scheint heute leider oft nur noch der Preis zu zählen
Um bei den Herstellungskosten zu sparen, wird es also auch aus porösen, zu weichen, zersprengten, verwitterten, unausgereiften, stark rostenden etc. Graniten und Sandsteinen produziert, die nicht immer auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind (schon gar nicht für einen Laien). Viele Naturbaustoffe besitzen hierdurch eine niedrigere Druckfestigkeit (Druck, der auf einem Natursteinbelag lastet) und eine höhere Kapillarität. Pflastersteine, Platten, Stufen oder Mauersteine mit schwacher Druckfestigkeit (Tragfähigkeit) können durch Belastung auseinander fallen oder anderweitige Schäden nehmen. Durch die höhere Kapillarität haben sie eine höhere Eigenschaft, Wasser aufzunehmen. Dies ist den Natursteinen unzuträglich, denn sie sind saugfähiger und dadurch im Laufe der Jahre empfänglicher für eindringende Flüssigkeiten, Fleckenbildung, Frostschäden, Schimmel und Verwitterungen aller Art.
Die Härte des Materials spielt genauso eine große Rolle, wie die Qualität des Abbaus im Steinbruch, Sortierung und der Weiterverarbeitung, auch wenn viele Naturbaustoffe ähnlich aussehen und ursprünglich sogar aus dem gleichen Land kommen.
Zu beachten ist die Strahlenbelastung durch Baustoffe (Natursteine und Betonsteine). Zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung sollten die spezifischen Aktivitäten bestimmter Radionuklide (radioaktiver Elemente) in den Baustoffen untersucht werden. Die Strahlenbelastung ist in den Materialien unterschiedlich je nach Herkunft bzw. Geologie und Mengen.
Mehr über Strahlenschutzgesetz in Deutschland erfahren Sie z.B. hier:
Bundesamt für Strahlenschutz
Um Geld zu sparen, kauft man auch gebrauchte Naturbaustoffe (Restposten). Wir empfehlen Ihnen bei solchen Materialien ebenfalls auf die Qualität zu achten. Schließlich werden diese nicht selten ausgetauscht.
Weiche Sandsteine sind für eine Außenanlage nicht geeignet. Sie können sich mit der Zeit sogar durch das Regenwasser verflüssigen. Dies liegt an der schlechten Quarzit-Bindung, wodurch die Steine keine ausreichende Härte besitzen. Sandsteine minderwertiger Qualität zerbröckeln im Laufe der Jahre, bilden Schuppen oder blättern ab. Bei Mauersteinen, Stufen, Platten oder Pflastersteinen aus solchen Materialien werden Sie nur über relativ kurze Zeit Glücksgefühle haben.
Ein Vergleich: In der rechten Hand Quarzsandstein Flavus. In der linken Hand ein Sandstein ähnlicher Optik aber minderwertiger Qualität.
Optik (Farbe) allein ist kein Gradmesser für die Qualität der Naturbaustoffe
Je weicher ein Granit oder Sandstein ist, umso maßhaltiger und schneller lassen sich diese Natursteine bearbeiten und zurichten, aber desto geringer ist die Dauerhaftigkeit, Tragfähigkeit und umso höher die Wasser- und Schmutzaufnahme (ein Hochdruckreiniger hilft hier zwar aber nur für eine kurze Zeit).
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Letztendlich wollen und sollen Sie lange Freude an Ihren Naturbaustoffen haben
Unsere Granit- und Sandsteinauswahl beruht auf langjährigen Qualitäts- und Erfahrungswerten. Wir bieten hochwertige Naturbaustoffe ausschließlich aus ökologisch einwandfreien Materialien. Die Herstellungsmethode die Farbe eines Natursteins dauerhaft mit Kalium-Chromat (starkes Oxidationsmittel, geruchlos, verdampft langsam über Jahre) zu verändern, wird von uns nicht praktiziert, da wir die natürliche Schönheit und Individualität der Natursteine erhalten möchten. Unsere Produkte sind reine Naturprodukte und somit frei von jeglichen chemischen Zusatzstoffen.
Wir haben uns auf Natursteine mit besonders harter Oberfläche aus Europa (Schweden, Schlesien bzw. Polen und der Türkei) spezialisiert. Sie sind leichter zu reinigen, weil der Schmutz bei weitem nicht so tief in die Poren des Steins eindringt. Der Schmutz verbleibt an der Oberfläche und kann somit leicht und umweltfreundlich entfernt werden. Von uns ausgesuchte Materialien zeichnen sich durch hohe Resistenz gegen Verschmutzungen wie Fett oder Öl aus, was Ihnen im Alltag und auch nach längerer Zeit zusätzlich natürlich zu Gute kommt. Sie sind sehr robust bzw. hart, 100% frost-, verwitterungs-, viele sogar tausalzbeständig.
Es sind an keinem Punkt des Abbaus, der Herstellung oder der Lieferung der Naturbaustoffe Kinder am Prozess beteiligt. Unsere Transportwege sind durchdacht und ökologisch vertretbar - keine tausende Transportkilometer.
Ein Wort noch zu Sonderanfertigung. Eine Sonderanfertigung ist eine individuelle Herstellung, die speziell nach den Wünschen und Bedürfnissen eines Kunden gefertigt wird und sich vom Standard unterscheidet. Sie ist maßgeschneidert, erfordert einen höheren Planungs- und Produktionsaufwand, was oft zu höheren Preisen und längeren Lieferzeiten führt, ermöglicht aber eine exakte Anpassung an individuelle Anforderungen.
Das Spalten der Pflastersteine, Mauersteine, Randsteine ist eine sehr mühsame, schwere und gefährliche Handarbeit! Es entsteht dabei zudem jede Menge Natursteinabfall ...
Spalten der Granit Mauersteine Vanga
Spalten der Granit Pflastersteine Vanga
Granitpflaster Laban
So werden z.B. Pflastersteine Miod gespalten
So werden z.B. Quadersteine Miod gespalten
Im Gegensatz zu vielen anderen Baumaterialien sind unsere Natursteine hygienisch, abriebfest, sondern keine Schadstoffe ab und verhindern statische Aufladungen. Die gespaltenen Natursteinpflaster sind die günstigsten Pflastersteine, die Sie bei uns finden. Bei der Herstellung der Pflastersteine werden größere Granitblöcke Stück für Stück in kleinere Formate gespalten. Dabei wird jeder einzelne Stein mit Hilfe einer Spaltmaschine geteilt und per Hand sortiert. In obenstehenden Videos wird dargestellt, wie die Produktion der gespaltenen Pflastersteine aussieht. Die Abmessung solcher Steine ist demzufolge nicht so genau, wie bei den regelmäßig gesägten Pflastersteinen, hält sich aber in der vorgeschriebenen Norm der jeweiligen Größe (4/6, 7/9, 8/11, 9/11 oder 15/17 cm). Die gesägten Pflastersteine werden im Gegenteil zu den gespaltenen Pflastersteinen nicht aus größeren Granitbrocken sondern aus vorgefertigten Platten gehauen.
Eigenschaften der von uns angebotenen Materialien (zertifizierte Qualität)
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Laban-1/2 | Laban-limo |
|---|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 0,3 % | ca. 0,3 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | zw. 170-230 MPa | zw. 185-195 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,6 t/m³ | ca. 2,6 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Arum | Miod |
|---|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 0,6 % | ca. 0,5 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 170 MPa | ca. 170 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,6 t/m³ | ca. 2,7 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Mirus |
|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 0,5 - 1,1 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 150 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,6 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Vanga | Nordit | Gneis |
|---|---|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 0,1 % | ca. 0,1 % | ca. 0,1 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % | 100 % | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 240 MPa | ca. 260 MPa | ca. 190 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,7 t/m³ | ca. 2,9 t/m³ | ca. 2,6 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Flavus |
|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 3,3 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 100 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,2 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Romus |
|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 6,7 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 55 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,1 t/m³ |
| Physikalisch-mechanische Eigenschaften | Travertin |
|---|---|
| Wasseraufnahme unter atmosphärischem Druck | ca. 0,3 - 3 % |
| Frostbeständigkeit - Prüfungsmethode DIN EN12371 | 100 % |
| Druckfestigkeit - Prüfungsmethode DIN EN1926 | ca. 50 MPa |
| Volumengewicht | ca. 2,4 t/m³ |
Druckfestigkeit wird in MPa gemessen. 1 MPa = 1 N/mm². Also 40 MPa entspricht z.B. ca. 250 Kleinwagen auf einem DIN-A4-Blatt. Das ist eine beträchtliche Menge.
Allgemeine Informationen zu Graniten und Sandsteinen
Granite sind massige, relativ grobkristalline, magmatische Tiefengesteine, die reich an Quarz und Feldspäten sind, aber auch dunkle Minerale, zum Beispiel Glimmer, enthalten. Der Merksatz "Feldspat, Quarz und Glimmer, die drei vergess' ich nimmer" gibt die Zusammensetzung von Granit etwas vereinfacht wieder. Die Farbschattierungen im Granit entstehen durch Einlagerungen von Mineralien mit helleren oder dunkleren Farbtönen. Daneben befinden sich im Granit Einschlüsse von Augit, Biotit, Limonit.
Meist zeichnet sich Granit durch eine mittlere bis grobe Körnung aus. Die Farben variieren von hellem Grau über bläuliche, rötliche bis hin zu gelblichen Nuancen, beeinflusst durch die geologischen Entstehungsprozesse und den Mineralgehalt.
Sandsteine bestehen aus miteinander "zusammengebackenen" Sandkörnchen welche entweder karbonatisch, quarzitisch oder tonig gebunden sind. Die Bindung entscheidet wesentlich über dessen Härte und Verwitterungsresistenz. Das Farbspektrum von Sandstein reicht von warmem Gelb über Rot- und Brauntöne bis hin zu Grau und Weiß, beeinflusst durch mineralische Bestandteile wie Eisenoxide oder Ton. Als Naturstein überzeugt Sandstein mit seiner beständigen, natürlichen Ausstrahlung und ist eine beliebte Wahl für individuelle Gestaltungen im Garten- und Landschaftsbau. Auf Wunsch lässt sich die Oberfläche des Sandsteins auch schleifen oder polieren (nicht bei jeder Sorte dieses Natursteins möglich).
Quarzitisch gebundene Sandsteinmauersteine sind sehr fest bzw. hart, ihr Porenraum ist sehr klein und damit sinkt auch das Wasseraufnahmevermögen, die Fleckbildung und die Verwitterungsresistenz steigt.
Ein Sandstein, dessen Komponenten zu mehr als 90% aus Quarzkörnern bestehen, wird als Quarzsandstein bezeichnet. Karbonatisch gebundene Sandsteine sind chemisch anfällig, d.h. dauerhafte Belastung durch saure Einträge wirken hier zerstörend. Tonige Sandsteine sind häufig stark porös, neigen zum hygrischen Quellen und haben eine geringere Festigkeit und damit auch eine geringere Resistenz gegen Verwitterungseinflüsse als Sandsteine mit kieseligem Bindemittel (quarzitisch gebundene Sandsteine).
Sandstein ist eigentlich weiß bis grau, jedoch rufen mineralische Bestandteile wie z.B. Limonit, Hämatit oder Glaukonit entsprechende Farbvarietäten (gelb, braun, rot, grün usw.) hervor und bieten dadurch unterschiedliche Erscheinungsbilder. Weiche Sandsteine sind für eine Außenanlage nicht geeignet. Sie können sich mit der Zeit sogar durch das Regenwasser verflüssigen. Dies liegt an der schlechten Quarzit-Bindung, wodurch die Steine keine ausreichende Härte besitzen. Schlechte Sandsteine bröckeln im Laufe der Jahre ab, bilden Schuppen bzw. blättern ab und verändern ihre Farben.
Allgemeine Informationen zu Natursteinpflaster
Bietet Natursteinpflaster gegenüber Betonpflaster Vorteile? Natursteinpflaster wird im Gegensatz zu Betonpflaster mit der Zeit immer schöner. Es behält seine erdigen Farben und bewahrt – im Gegensatz zu Beton, der in der Regel bereits nach 3-4 Jahren verblasst – seine Geltung dauerhaft. Als Naturprodukt wirkt eine daraus gelegte Fläche immer interessant, vollkommen natürlich und keinesfalls langweilig.
Im Vergleich zu Betonsteinen ist Natursteinpflaster in guter Qualität nicht nur ökologischer und ökonomischer, sondern auch deutlich langlebiger und pflegeleichter. Deshalb sind Pflastersteine aus Naturstein langfristig gesehen äußerst wirtschaftliche und preiswerte Baustoffe! Sehr oft sind eingefärbte Betonpflastersteine sogar teurer - vergleichen Sie selbst.
Pflastersteine aus Naturstein liefern Lebendigkeit und Abwechslung statt kühler und oft starrer Wirkung gleichförmiger Betonsteine
Natursteinpflaster besitzt einen weiteren, großen Vorteil gegenüber dem Betonpflaster: Da allseits gespaltene Pflastersteine produktionsbedingte Unregelmäßigkeiten aufweisen, welche jeden einzelnen Stein zu einem natürlichen Unikat machen, verzahnen sich diese Steine durch die leicht unterschiedlichen Größen und die raue Oberfläche regelrecht in der sog. Bettungsschicht. Dies bedeutet: Sie erhalten nach der Verlegung der Granitsteine eine sehr stabile, griffige und rutschhemmende Fläche.
Flächen aus Granitpflaster sind daher perfekt geeignet, um Einfahrtsbereiche und Wege zu pflastern, die optisch ruhig etwas "gröber" und natürlicher wirken dürfen. Alles im Leben hat zwei Seiten – Granitpflastersteine haben sogar sechs. So findet sich bei der Verlegung immer eine geeignete Seite für die Oberfläche.
Wenn Sie einen Hausweg oder eine Einfahrt mit Granit pflastern, schaffen Sie mit diesem Naturbaustoff eine Gestaltung höchster Wertigkeit. Tipp zur Verlegung: Pflastersteine aus Naturstein sollten immer in einem Mittel- oder Dickbett verlegt werden. Dabei werden eventuelle Dickendifferenzen des Steins durch den Mörtel ohne Schwierigkeiten ausgeglichen. Durch eine rückseitige Kalibrierung der Steine können diese Differenzen zusätzlich minimiert werden.
Welche Pflasterverbände gibt es?
Pflastersteine aus Granit oder Sandstein können in vielen verschiedenen Steinverbänden angeordnet werden. Die nachfolgende Grafik gibt einen groben Überblick über die gängigsten Natursteinverbände. Das Reihen- und Diagonalpflaster unterscheidet sich hauptsächlich durch die Ausrichtung und die Randeinfassung.
Der "Polygonalverband" zeichnet sich dadurch aus, dass die Fuge höchstens die Länge von drei Steinen besitzt. Mit etwas Talent und Erfahrung gelingt es jedem professionellen Verleger, die Pflastersteine sachgerecht und optisch ansprechend zu verlegen.
Unsere Tipps zur Verlegung der Natursteinpflaster (Kopfsteinpflaster)
Zu Beginn Ihrer Planung sollten Sie sich über die Gebrauchseigenschaften eines Kopfsteinpflasters im Klaren sein. Typische Granit- bzw. Sandsteinpflastersteine sind allseits gespalten. Die Maße bestimmen die Kantenlänge in allen drei Dimensionen (Länge, Breite, Höhe). Natursteinpflaster ist eine Belagart, die sowohl wegen ihrer Schönheit als auch wegen ihrer Dauerhaftigkeit sehr zu empfehlen ist.
Im Gegensatz zu genormtem Betonpflaster machen Abweichungen hinsichtlich Maserungen sowie andersfarbige und anderskörnige Einschlüsse den besonderen Reiz des Natursteinpflasters aus. Das oberste Gebot für die Verlegung ist der richtige Untergrund. Bei sorgfältiger Planung und fachgerechter Ausführung des Unter- und Oberbaus haben Natursteinflächen eine extrem lange Lebens- und Funktionsdauer.
Unterbau und Pflasterbettung
Was ist dabei zu beachten: Je nach Belastung und Bodenbeschaffenheit wird als Unterbau ein bis zu 40 cm tiefes Fundament ausgehoben und mit Füllmaterial aufgefüllt. Das ist die sog. Trag- oder Frostschutzschicht. Diese kann aus Mineralgemisch, Natursteinschotter oder auch dem preisgünstigeren Recyclingschotter (Körnung 0/32 mm oder 0/45 mm) bestehen. Das Material sollte in jedem Fall gütegesichert sein, sodass keine Verunreinigungen wie Lehmanteile oder organische Abfälle enthalten sind.
Die wasserdurchlässige Tragschicht ist lagenweise einzubringen, gut zu verdichten und muss planeben sein (Höhentoleranz +/- 2 cm). Auf diesen Unterbau wird dann die sog. Bettungsschicht aufgetragen.
Ungebundene Bauweise
Bei dieser klassischen Bauweise wird eine Splitt-, Sand- oder Granulatschicht aufgetragen. Die Fugen bestehen aus dem gleichen Material und stabilisieren die Steine. Diese Variante ist bindemittelfrei. Nachteil: Der Wartungsaufwand ist höher, da Regen oder Fegen die Fugen ausspülen kann, wodurch die Steine an Halt verlieren können. Zudem können Gras, Moos oder Unkraut in den Fugen wachsen.
Verlegung in Trockenmörtel
Hier wird ein Sand-Zementgemisch auf die Tragschicht aufgetragen. Empfohlen wird Trasszement, da dieser eine verminderte Neigung zu Ausblühungen besitzt. Der Sand sollte eine Körnung von 0/2 mm oder 0/4 mm haben und gewaschen sein. Empfohlenes Mischungsverhältnis (Trasszement zu Sand): 1:7 bis 1:8.
Wichtiger Hinweis zur Randeinfassung
Überall dort, wo die Pflasterfläche an eine Grünfläche grenzt oder keinen seitlichen Halt hat, empfehlen wir bei stärkeren Belastungen eine Randeinfassung (Rückenstütze). Hierzu eignen sich spezielle Randsteine, sog. Leistensteine oder auch wunderbar Großpflastersteine (ca. 15/17 cm). Im Gartenbereich kann oft auf die Einfassung verzichtet werden, dennoch empfiehlt es sich, die äußere Steinreihe mit einer sog. Betonschulter zur angrenzenden Gartenfläche hin zu sichern. Wichtig: Bei der Verlegung im Splittbett ist eine Randsteineinfassung unbedingt erforderlich, um ein seitliches "Wegwandern" der Steine und des Fugensplitts zu verhindern.
Die eigentliche Verlegung
Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Auf das vorbereitete Pflasterbett werden die Steine höhengerecht verlegt. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Ob einfache Pflasterverbände oder filigrane Muster mit unterschiedlichen Natursteinen – alles ist möglich.
Fugenfüllung - verschiedene Varianten
Nach dem Verlegen müssen die Fugen mit entsprechendem Material ausgefüllt werden, denn das Fugenmaterial bietet den Steinen die notwendige Stütze. Eine Pflasterfläche ist nur dann funktionsfähig und stabil, wenn die Fugen ordnungsgemäß verschlossen sind.
Quarzsand (günstig)
Die kostengünstigste Variante: Quarzsand wird einfach in die Fugen gefegt. Nachteil: Die Fugen waschen mit der Zeit aus oder werden von Insekten abgetragen. Dies führt zu einem sehr hohen Pflegeaufwand. Achtung: Rundkörniger Sand sollte auf keinen Fall verwendet werden, da er sich nicht "verzahnt".
Basaltsplitt (traditionell)
Das Ausfüllen mit Basaltsplitt war früher die gängigste Methode. Der Pflegeaufwand ist hierbei jedoch ähnlich hoch wie beim Verfüllen mit Quarzsand (Unkraut, Ausspülen).
Epoxidharzfugenmörtel (Empfehlung)
Mittlerweile die beliebteste Variante bei Hausbesitzern. Erhältlich in verschiedenen Farben. Vorteil: Unkrauthemmend und fest, aber bei normaler Belastung (PKW) dennoch stark wasserdurchlässig (Dränfuge).
Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich hier nur um praktische Verlegetipps. Es wird daher um Verständnis gebeten, dass keine Haftung (auch nicht für die Vollständigkeit der Tipps) oder Gewährleistung übernommen werden kann.
Die Toleranzen auf den Kanten der Pflastersteine sind gewollt
Sie ermöglichen es einem Profi-Verleger erst, ein abwechslungsreiches und ansprechendes Fugenbild zu legen! Alle Angaben zu Größe und Ergiebigkeit sind Erfahrungswerte. Abweichungen können sich aufgrund unterschiedlichen Materials, der Brucheigenschaften sowie der Art der Pflasterung ergeben.
Handelsgrößen und Nennflächenmaße
| Handelsgröße (Bezeichnung) |
Nennflächenmaß + Toleranzen |
Handelsgröße (Bezeichnung) |
Nennflächenmaß + Toleranzen |
|---|---|---|---|
| 4/6 cm | 5 x 5 x 5 cm | 8/11 cm | 9,5 x 9,5 x 9,5 cm |
| 6/8 cm | 7 x 7 x 7 cm | 9/11 cm | 10 x 10 x 10 cm |
| 7/9 cm | 8 x 8 x 8 cm | 15/17 cm (13-16 / 12-22 cm) |
14 x 16 x 16 cm |
| 8/10 cm | 9 x 9 x 9 cm | 15/17/7-9 cm (Halbstein) |
14 x 16 x 8 cm |
Wie viel m² kann man mit einer Tonne pflastern?
Das Prinzip ist einfach: Je größer die Belastung, die auf die Fläche wirken wird, desto größere (dickere) Pflastersteine sollten gewählt werden.
Gehwege & Gartenwege
Handelsgröße 4/6 cm
Kantenlängen ca. 4 bis 7 cm. Eignen sich sehr gut zum Verlegen von kleineren Gehwegen, Gartenwegen oder als Randeinfassung.
PKW & Lieferwagen
Größe 8/11 cm oder 9/11 cm
Für Straßen, Einfahrten und Parkplätze (PKW/leichte Lieferwagen).
Alternative: 7/9 cm – höhere Ergiebigkeit pro m², trägt das Gewicht bei fachgerechtem Unterbau fast genauso gut.
Schwere LKW-Züge
Großpflaster 15/17 cm
Kantenlängen ca. 13 bis 22 cm. Für Flächen, die von schweren LKW (40 Tonnen+) befahren werden.
Alternative: 15/17/7-9 cm (Halbstein) für geringere Einbauhöhe.
Alle Angaben zu Größe und Ergiebigkeit sind Erfahrungswerte. Natürliche Schwankungen sind bei Naturstein normal.
Gewicht und Ergiebigkeit der Pflastersteine
Gewicht Granitpflaster (pro Stein)
| Handelsgröße 4/6 cm | ca. 0,4 kg |
| Handelsgröße 7/9 cm | ca. 1,2 kg |
| Handelsgröße 8/11 cm | ca. 2,2 kg |
| Handelsgröße 15/17 cm | ca. 12,5 kg |
Gewicht Sandsteinpflaster (pro Stein)
| Handelsgröße 4/6 cm | ca. 0,3 kg |
| Handelsgröße 6/8 cm | ca. 0,8 kg |
| Handelsgröße 8/11 cm | ca. 1,9 kg |
| Handelsgröße 15/17 cm | ca. 11,0 kg |
Ergiebigkeiten pro Tonne (t) und m² (ca. Werte)
| Handelsgröße | Granit | Sandstein | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| m² / t | Stk. / t | Stk. / m² | m² / t | Stk. / t | Stk. / m² | |
| 4/6 cm | 8,0 | 2.500 | 310 | 10,5 | 3.300 | 316 |
| 7/9 cm (Granit) 6/8 cm (Sandstein) |
6,5 | 830 | 120 | 8,0 | 1.248 | 156 |
| 8/11 cm | 4,8 | 450 | 94 | 6,0 | 520 | 87 |
| 15/17 cm | 2,9 | 80 | 25 | - | - | - |
Norm DIN EN1342 für Pflastersteine
Die europäische Norm DIN EN1342 (ehemals DIN 18502) definiert den Pflasterstein als kleinen, aus Naturstein bestehenden Quader mit Nennmaßen zwischen 50 mm und 300 mm. Man unterscheidet Großpflaster, Kleinpflaster und Mosaikpflaster.
- • Toleranz gespaltene Flächen: +/- 30 mm
- • Fehlfarben zulässig
- • Aushöhlungen/Buckel bis 10 mm
- • Möglichst rechtwinklig
- • Toleranz gespaltene Flächen: +/- 15 mm
- • Toleranz bearbeitete Flächen: +/- 5 mm
- • Einfarbig, rechtwinklig
- • Aushöhlungen/Buckel bis 5 mm
- • Toleranzen > 30 mm zulässig
- • Fehlfarben zulässig
- • Buckel > 10 mm zulässig
- • Günstige Alternative für wilde Verbände
Natursteinpflege ist wichtig
Für die Pflege lassen sich Natursteine grob in zwei Gruppen einteilen:
1. Säurebeständige Natursteine (Hartgestein)
Dazu gehören: Granit, Gneis, Porphyr, Quarzit.
Diese Steine enthalten keinen Kalk und sind daher relativ unempfindlich gegenüber sauren Reinigern.
2. Kalkhaltige Natursteine (Weichgestein)
Dazu gehören: Kalkstein, Marmor, Sandstein, Schiefer.
Verbotene Reiniger: Essigreiniger, Zitronensäure, scharfe Sanitärreiniger.
Grund: Die Säure wandelt den Kalk in Gips um -> der Stein wird stumpf, verblasst und verliert seinen Glanz.
Empfehlung für professionelle Natursteinpflege
Zur Reinigung und Pflege empfehlen wir Produkte der Firma Lithofin. Das Angebot reicht von Grundreinigern über Schutz-Imprägnierungen bis hin zu speziellen Pflegemitteln für alle Gesteinsarten.
Tipp: Testen Sie Pflegeprodukte immer erst an einer unauffälligen Stelle (Musterfläche).
... schließlich leben Sie mit schönen, soliden Natursteinen ein Leben lang!