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Allgemeine Informationen zu Natursteinpflaster

Bietet Natursteinpflaster gegenüber Betonpflaster Vorteile? Natursteinpflaster wird im Gegensatz zu Betonpflaster mit der Zeit immer schöner. Es behält seine erdigen Farben und bewahrt – im Gegensatz zu Beton, der in der Regel bereits nach 3-4 Jahren verblasst – seine Geltung dauerhaft. Als Naturprodukt wirkt eine daraus gelegte Fläche immer interessant, vollkommen natürlich und keinesfalls langweilig.

Im Vergleich zu Betonsteinen ist Natursteinpflaster in guter Qualität nicht nur ökologischer und ökonomischer, sondern auch deutlich langlebiger und pflegeleichter. Deshalb sind Pflastersteine aus Naturstein langfristig gesehen äußerst wirtschaftliche und preiswerte Baustoffe ! Sehr oft sind eingefärbte Betonpflastersteine sogar teurer - vergleichen Sie selbst.

Pflastersteine aus Naturstein liefern Lebendigkeit und Abwechslung statt kühler und oft starrer Wirkung gleichförmiger Betonsteine

Natursteinpflaster besitzt einen weiteren, großen Vorteil gegenüber dem Betonpflaster: Da allseits gespaltene Pflastersteine produktionsbedingte Unregelmäßigkeiten aufweisen, welche jeden einzelnen Stein zu einem natürlichen Unikat machen, verzahnen sich diese Steine durch die leicht unterschiedlichen Größen und die raue Oberfläche regelrecht in der sog. Bettungsschicht. Dies bedeutet: Sie erhalten nach der Verlegung der Granitsteine eine sehr stabile, griffige und rutschhemmende Fläche.

Flächen aus Granitpflaster sind daher perfekt geeignet, um Einfahrtsbereiche und Wege zu pflastern, die optisch ruhig etwas "gröber" und natürlicher wirken dürfen. Alles im Leben hat zwei Seiten – Granitpflastersteine haben sogar sechs. So findet sich bei der Verlegung immer eine geeignete Seite für die Oberfläche.

Wenn Sie einen Hausweg oder eine Einfahrt mit Granit pflastern, schaffen Sie mit diesem Naturbaustoff eine Gestaltung höchster Wertigkeit. Tipp zur Verlegung: Pflastersteine aus Naturstein sollten immer in einem Mittel- oder Dickbett verlegt werden. Dabei werden eventuelle Dickendifferenzen des Steins durch den Mörtel ohne Schwierigkeiten ausgeglichen. Durch eine rückseitige Kalibrierung der Steine können diese Differenzen zusätzlich minimiert werden.


Welche Pflasterverbände gibt es?

Pflastersteine aus Granit oder Sandstein können in vielen verschiedenen Steinverbänden angeordnet werden. Die nachfolgende Grafik gibt einen groben Überblick über die gängigsten Natursteinverbände. Das Reihen- und Diagonalpflaster unterscheidet sich hauptsächlich durch die Ausrichtung und die Randeinfassung.

Verschiedene Pflasterverbände - Übersicht der gängigsten Verlegemuster

Der "Polygonalverband" zeichnet sich dadurch aus, dass die Fuge höchstens die Länge von drei Steinen besitzt. Mit etwas Talent und Erfahrung gelingt es jedem professionellen Verleger, die Pflastersteine sachgerecht und optisch ansprechend zu verlegen.


Unsere Tipps zur Verlegung der Natursteinpflaster (Kopfsteinpflaster)

Zu Beginn Ihrer Planung sollten Sie sich über die Gebrauchseigenschaften eines Kopfsteinpflasters im Klaren sein. Typische Granit- bzw. Sandsteinpflastersteine sind allseits gespalten. Die Maße bestimmen die Kantenlänge in allen drei Dimensionen (Länge, Breite, Höhe). Natursteinpflaster ist eine Belagart, die sowohl wegen ihrer Schönheit als auch wegen ihrer Dauerhaftigkeit sehr zu empfehlen ist.

Im Gegensatz zu genormtem Betonpflaster machen Abweichungen hinsichtlich Maserungen sowie andersfarbige und anderskörnige Einschlüsse den besonderen Reiz des Natursteinpflasters aus. Das oberste Gebot für die Verlegung ist der richtige Untergrund. Bei sorgfältiger Planung und fachgerechter Ausführung des Unter- und Oberbaus haben Natursteinflächen eine extrem lange Lebens- und Funktionsdauer.


Unterbau und Pflasterbettung

Was ist dabei zu beachten: Je nach Belastung und Bodenbeschaffenheit wird als Unterbau ein bis zu 40 cm tiefes Fundament ausgehoben und mit Füllmaterial aufgefüllt. Das ist die sog. Trag- oder Frostschutzschicht. Diese kann aus Mineralgemisch, Natursteinschotter oder auch dem preisgünstigeren Recyclingschotter (Körnung 0/32 mm oder 0/45 mm) bestehen. Das Material sollte in jedem Fall gütegesichert sein, sodass keine Verunreinigungen wie Lehmanteile oder organische Abfälle enthalten sind.

Die wasserdurchlässige Tragschicht ist lagenweise einzubringen, gut zu verdichten und muss planeben sein (Höhentoleranz +/- 2 cm). Auf diesen Unterbau wird dann die sog. Bettungsschicht aufgetragen.

Ungebundene Bauweise

Bei dieser klassischen Bauweise wird eine Splitt-, Sand- oder Granulatschicht aufgetragen. Die Fugen bestehen aus dem gleichen Material und stabilisieren die Steine. Diese Variante ist bindemittelfrei. Nachteil: Der Wartungsaufwand ist höher, da Regen oder Fegen die Fugen ausspülen kann, wodurch die Steine an Halt verlieren können. Zudem können Gras, Moos oder Unkraut in den Fugen wachsen.



Verlegung in Trockenmörtel

Hier wird ein Sand-Zementgemisch auf die Tragschicht aufgetragen. Empfohlen wird Trasszement, da dieser eine verminderte Neigung zu Ausblühungen besitzt. Der Sand sollte eine Körnung von 0/2 mm oder 0/4 mm haben und gewaschen sein. Empfohlenes Mischungsverhältnis (Trasszement zu Sand): 1:7 bis 1:8.



Wichtiger Hinweis zur Randeinfassung

Überall dort, wo die Pflasterfläche an eine Grünfläche grenzt oder keinen seitlichen Halt hat, empfehlen wir bei stärkeren Belastungen eine Randeinfassung (Rückenstütze). Hierzu eignen sich spezielle Randsteine, sog. Leistensteine oder auch wunderbar Großpflastersteine (ca. 15/17 cm). Im Gartenbereich kann oft auf die Einfassung verzichtet werden, dennoch empfiehlt es sich, die äußere Steinreihe mit einer sog. Betonschulter zur angrenzenden Gartenfläche hin zu sichern. Wichtig: Bei der Verlegung im Splittbett ist eine Randsteineinfassung unbedingt erforderlich, um ein seitliches "Wegwandern" der Steine und des Fugensplitts zu verhindern.


Die eigentliche Verlegung

Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Auf das vorbereitete Pflasterbett werden die Steine höhengerecht verlegt. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Ob einfache Pflasterverbände oder filigrane Muster mit unterschiedlichen Natursteinen – alles ist möglich.


Fugenfüllung - verschiedene Varianten

Nach dem Verlegen müssen die Fugen mit entsprechendem Material ausgefüllt werden, denn das Fugenmaterial bietet den Steinen die notwendige Stütze. Eine Pflasterfläche ist nur dann funktionsfähig und stabil, wenn die Fugen ordnungsgemäß verschlossen sind.

Quarzsand (günstig)

Die kostengünstigste Variante: Quarzsand wird einfach in die Fugen gefegt. Nachteil: Die Fugen waschen mit der Zeit aus oder werden von Insekten abgetragen. Dies führt zu einem sehr hohen Pflegeaufwand. Achtung: Rundkörniger Sand sollte auf keinen Fall verwendet werden, da er sich nicht "verzahnt".

Basaltsplitt (traditionell)

Das Ausfüllen mit Basaltsplitt war früher die gängigste Methode. Der Pflegeaufwand ist hierbei jedoch ähnlich hoch wie beim Verfüllen mit Quarzsand (Unkraut, Ausspülen).

Epoxidharzfugenmörtel (Empfehlung)

Mittlerweile die beliebteste Variante bei Hausbesitzern. Erhältlich in verschiedenen Farben. Vorteil: Unkrauthemmend und fest, aber bei normaler Belastung (PKW) dennoch stark wasserdurchlässig (Dränfuge).

Rechtlicher Hinweis: Es handelt sich hier nur um praktische Verlegetipps. Es wird daher um Verständnis gebeten, dass keine Haftung (auch nicht für die Vollständigkeit der Tipps) oder Gewährleistung übernommen werden kann.


Die Toleranzen auf den Kanten der Pflastersteine sind gewollt

Sie ermöglichen es einem Profi-Verleger erst, ein abwechslungsreiches und ansprechendes Fugenbild zu legen! Alle Angaben zu Größe und Ergiebigkeit sind Erfahrungswerte. Abweichungen können sich aufgrund unterschiedlichen Materials, der Brucheigenschaften sowie der Art der Pflasterung ergeben.

Handelsgrößen und Nennflächenmaße

Handelsgröße
(Bezeichnung)
Nennflächenmaß
+ Toleranzen
Handelsgröße
(Bezeichnung)
Nennflächenmaß
+ Toleranzen
4/6 cm 5 x 5 x 5 cm 8/11 cm 9,5 x 9,5 x 9,5 cm
6/8 cm 7 x 7 x 7 cm 9/11 cm 10 x 10 x 10 cm
7/9 cm 8 x 8 x 8 cm 15/17 cm
(13-16 / 12-22 cm)
14 x 16 x 16 cm
8/10 cm 9 x 9 x 9 cm 15/17/7-9 cm
(Halbstein)
14 x 16 x 8 cm

Wie viel m² kann man mit einer Tonne pflastern?

Das Prinzip ist einfach: Je größer die Belastung, die auf die Fläche wirken wird, desto größere (dickere) Pflastersteine sollten gewählt werden.

Gehwege & Gartenwege

Handelsgröße 4/6 cm

Kantenlängen ca. 4 bis 7 cm. Eignen sich sehr gut zum Verlegen von kleineren Gehwegen, Gartenwegen oder als Randeinfassung.

PKW & Lieferwagen

Größe 8/11 cm oder 9/11 cm

Für Straßen, Einfahrten und Parkplätze (PKW/leichte Lieferwagen).
Alternative: 7/9 cm – höhere Ergiebigkeit pro m², trägt das Gewicht bei fachgerechtem Unterbau fast genauso gut.

Schwere LKW-Züge

Großpflaster 15/17 cm

Kantenlängen ca. 13 bis 22 cm. Für Flächen, die von schweren LKW (40 Tonnen+) befahren werden.
Alternative: 15/17/7-9 cm (Halbstein) für geringere Einbauhöhe.

Alle Angaben zu Größe und Ergiebigkeit sind Erfahrungswerte. Natürliche Schwankungen sind bei Naturstein normal.


Gewicht und Ergiebigkeit der Pflastersteine

Gewicht Granitpflaster (pro Stein)

Handelsgröße 4/6 cm ca. 0,4 kg
Handelsgröße 7/9 cm ca. 1,2 kg
Handelsgröße 8/11 cm ca. 2,2 kg
Handelsgröße 15/17 cm ca. 12,5 kg

Gewicht Sandsteinpflaster (pro Stein)

Handelsgröße 4/6 cm ca. 0,3 kg
Handelsgröße 6/8 cm ca. 0,8 kg
Handelsgröße 8/11 cm ca. 1,9 kg
Handelsgröße 15/17 cm ca. 11,0 kg

Ergiebigkeiten pro Tonne (t) und m² (ca. Werte)

Handelsgröße Granit Sandstein
m² / t Stk. / t Stk. / m² m² / t Stk. / t Stk. / m²
4/6 cm 8,0 2.500 310 10,5 3.300 316
7/9 cm (Granit)
6/8 cm (Sandstein)
6,5 830 120 8,0 1.248 156
8/11 cm 4,8 450 94 6,0 520 87
15/17 cm 2,9 80 25 - - -

Norm DIN EN1342 für Pflastersteine

Die europäische Norm DIN EN1342 (ehemals DIN 18502) definiert den Pflasterstein als kleinen, aus Naturstein bestehenden Quader mit Nennmaßen zwischen 50 mm und 300 mm. Man unterscheidet Großpflaster, Kleinpflaster und Mosaikpflaster.

Klasse 1 (T1) - Standard
  • • Toleranz gespaltene Flächen: +/- 30 mm
  • • Fehlfarben zulässig
  • • Aushöhlungen/Buckel bis 10 mm
  • • Möglichst rechtwinklig
Klasse 2 (T2) - Gehoben
  • • Toleranz gespaltene Flächen: +/- 15 mm
  • • Toleranz bearbeitete Flächen: +/- 5 mm
  • • Einfarbig, rechtwinklig
  • • Aushöhlungen/Buckel bis 5 mm
Norm frei
  • • Toleranzen > 30 mm zulässig
  • • Fehlfarben zulässig
  • • Buckel > 10 mm zulässig
  • • Günstige Alternative für wilde Verbände
EU Norm DIN EN1342: PDF herunterladen

Natursteinpflege ist wichtig

Für die Pflege lassen sich Natursteine grob in zwei Gruppen einteilen:

1. Säurebeständige Natursteine (Hartgestein)

Dazu gehören: Granit, Gneis, Porphyr, Quarzit.

Diese Steine enthalten keinen Kalk und sind daher relativ unempfindlich gegenüber sauren Reinigern.

Wichtig: Niemals Metallbürsten verwenden (Rostgefahr durch Metallabrieb)!

2. Kalkhaltige Natursteine (Weichgestein)

Dazu gehören: Kalkstein, Marmor, Sandstein, Schiefer.

Verbotene Reiniger: Essigreiniger, Zitronensäure, scharfe Sanitärreiniger.

Grund: Die Säure wandelt den Kalk in Gips um -> der Stein wird stumpf, verblasst und verliert seinen Glanz.


Empfehlung für professionelle Natursteinpflege

Zur Reinigung und Pflege empfehlen wir Produkte der Firma Lithofin. Das Angebot reicht von Grundreinigern über Schutz-Imprägnierungen bis hin zu speziellen Pflegemitteln für alle Gesteinsarten.

Tipp: Testen Sie Pflegeprodukte immer erst an einer unauffälligen Stelle (Musterfläche).


... schließlich leben Sie mit schönen, soliden Natursteinen ein Leben lang!